Naturstein Granit
Granite bildeten sich aus erstarrtem Magma innerhalb der Erdkruste in Tiefen um 2 Kilometer unter der Erdoberfläche und bestehen hauptsächlich aus den Grundstoffen Quarz, Feldspat und Glimmer. Der Quarzanteil verleiht dem Gestein seine sprichwörtliche Härte. Granit hat in der Regel eine mittelkörnige bis grobkörnige Struktur mit homogener Mineralienverteilung. Dadurch entsteht eine gleichmäßige Optik der Gesteinsoberfläche. Eindeutig zu erkennen ist Granitgestein an der richtungslosen Struktur und der fehlenden Bänderung. Dunklen Granit gibt es nicht, da die Hauptanteile des Steins helle Mineralien sind. Granit kommt in Farbnuancen von hellgrau, gelblich, rot und bläulich vor, wobei die Färbung aus der Kombination von Erstarrungsprozess, Mineralstoffgehalt und Umwelteinflüssen entsteht. Innerhalb der kontinentalen Erdkruste gibt es häufig Granitvorkommen auf allen Kontinenten. In Mitteleuropa findet man Granit unter anderem in Deutschland in Teilbereichen der Alpen, im Bayerischen Wald, im Harz, in Österreich,Tschechien und in Polen. Weiterhin gibt es bedeutende Granitvorkommen unter anderem in Italien, China, Portugal, Brasilien, Skandinavien und der Türkei sowie in den vereinigten Staaten. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass die die Güteklassen nicht immer den deutschen Standards entsprechen.
Granitpflaster ist als Mosaikpflaster, als Kleinpflaster und als Großpflaster erhältlich. Die Größen bewegen sich, wie bei Naturstein üblich in bestimmten Maßtoleranzen. Im Handel werden oft auch granitähnliche Gesteinstypen als Granit bezeichnet. Sie haben ähnliche Eigenschaften und ein ähnliches Aussehen, verfügen aber meist nicht über alle positiven Eigenschaften des Granits. Um die glatte Oberfläche aufzurauen und somit einen rutschhemmenden Belag zu erhalten, kann Granit geflammt werden. Bei diesem Verfahren wird der Stein erhitzt und die Quarze schmelzen auf. So entsteht eine raue Oberfläche, die die Rutschsicherheit im Außenbereich gewährleistet. Bei grauen Graniten, vor allem, wenn sie metallische Einschlüsse aufweisen, kann es zu Verfärbungen kommen. Durch mineralische Umwandlungen im Inneren des Gesteins verfärbt sich der Granit braungelblich. Da dies eine automatische Reaktion ist, kann sie nicht verhindert werden. Allerdings beschleunigt Wasserzufuhr diesen Prozess. Granite sind eine der bedeutendsten Natursteine im Bauwesen. Aufgrund ihrer hohen Widerstandskraft auch gegen Fette und Öle, der großen Härte, der Wetterfestigkeit und der guten Bearbeitbarkeit, wird Granit für viele verschiedene Beläge im Innen- und Außenbereich verwendet. Als Pflasterstein findet Granit im Straßenbau, aber auch im Gartenbau Verwendung. Für die Verwendung als Pflasterstein wird Granit in zwei Qualitäten angeboten. Zum einen in der Güteklasse I mit ausgesuchten Steinen, die innerhalb einer Gesteinsgröße eine geringe Maßtoleranz aufweisen. Zum anderen die Güteklasse II, in der die Toleranzen sowohl in Farbe als auch in Größe großzügiger bemessen sind. Bei der Auswahl des Gesteins sollte man darauf achten, dass das Gestein schadstofffrei und mit möglichst geringem Eisengehalt ist. Auf mit Kalium-Chromat oder Kerosin behandelte Steine sollte man verzichten, da diese Stoffe über Jahre aus dem Gestein ausdampfen.
Wie bei anderen Natursteinen auch, ist jeder Stein ein Unikat. Kombiniert man verschieden Farbnuancen innerhalb einer Fläche, entstehen geschmackvolle und stilistisch anspruchsvolle Pflasterflächen für Wege, Terrasse oder Plätze. Granit eignet sich auch ausgezeichnet für die Verwendung als Bordstein, für die Begrenzung von Rabatten und für die Einfassung von Flächen. Da Natursteine im Laufe der Jahre immer schöner werden, erhalten sie eine langfristig attraktive Fläche mit hoher Farbbeständigkeit.
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